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Viele kaputte Gegenstände kann man relativ einfach reparieren. Aber viele Leute verfügen über so wenig Reparaturkenntnis, dass ihnen das doch nicht selbstständig gelingt. Das ist eine der Schlussfolgerungen, die Repair Café International aus der Analyse von fast 8000 Reparaturen zieht.

Repair Café International analysierte die Daten, die 2018 im RepairMonitor eingetragen wurden, dem Online-Werkzeug, mit dem Ehrenamtler aus Repair Cafés ihre Reparaturdaten sammeln. Hierbei ging es um 34 Repair Cafés in den Niederlanden, den USA, England und Australien.

Reinigen, entkalken und schmieren
Von allen Reparaturen waren 65 % erfolgreich. In vielen Fällen zeigte sich, dass Gegenstände nicht wirklich kaputt waren, sondern vor allem gewartet werden mussten. Einfache Handlungen wie reinigen, entkalken oder schmieren reichten oft schon aus, um ein Produkt wieder zum Laufen zu bringen. Dass Menschen hierfür zum Repair Café kommen, belegt den Autoren des Berichts zufolge den Mangel an Reparaturkenntnis in der Gesellschaft.

„Auch sind sich viele Menschen nur unzureichend davon bewusst, dass Wartung dazugehört; sie sehen dies nicht mehr als eine selbstverständliche Aufgabe, die man zu Hause erledigt, als Teil des Alltags”, reagiert Martine Postma, Direktorin von Repair Café International.

Reparieren zurück in die Schulklasse
Das muss sich dringend ändern, findet die Stiftung. Postma: „Viele Länder wollen sich einer Kreislaufwirtschaft zuwenden. In einer solchen Gesellschaft sind das Reparieren und der sorgsame Umgang mit Dingen im eigenen Besitz ganz normale Tätigkeiten. Unsere Ehrenamtler zeigen ihren Mitbürgern gern die grundlegenden Handlungen des Reparierens. Doch die wirkliche Veränderung tritt ein, wenn das Lernen von Reparaturfertigkeiten auch im schulischen Unterricht wieder Einzug hält.”

Robusteres Design kann Problemen vorbeugen
Repair Café International stellt im Rahmen der Analyse des RepairMonitors auch fest, dass viele Probleme mit einem robusteren Design hätten vermieden werden können, vor allem bei elektrischen Geräten. Diese werden mit Kabelbrüchen, verschlissenen Zahnrädern, kaputten Schaltern und Knöpfen, verringerter Batteriekapazität usw. zum Repair Café gebracht. „Diese Teile werden oft nicht so hergestellt, dass sie reguläre Verwendung über einen längeren Zeitraum aushalten können”, gibt der Bericht an.

Beliebte Produkte und Marken
Das Produkt, mit dem Menschen am häufigsten zum Repair Café kommen, war 2018 die Kaffeemaschine. Auch Staubsauger, Fahrräder, Lampen, Hosen, Nähmaschinen, Uhren, Jacken, Bügeleisen und Laptops kommen oft vor. Die populärsten Marken im RepairMonitor 2018 sind Philips, Sony, Bosch, Tefal, Samsung, Miele, HP, Nespresso, Gazelle und Braun.

Top 10 am häufigsten vorkommende Produkte im RepairMonitor 2018, mit Anzahlen

Mehr Information und mitmachen
Mehr erfahren? Lade hier den ganzen Bericht herunter (auf englisch). Oder lies die Zusammenfassung (auf englisch).
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