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Seit das Startpaket für Linux-Repair-Cafés in fünf Sprachen verfügbar ist, wächst die Zahl der Repair Cafés, die Linux-Installationen anbieten, stetig. Auch in Frankreich. Die Freiwilligen zweier französischer Repair Cafés teilen ihre Erfahrungen und geben Tipps.

Repair Café Albi (im Département Tarn in Südfrankreich) feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen. „Wir kombinieren unsere monatlichen Reparaturtreffen immer mit einem gemeinsamen Essen, bei dem jeder etwas mitbringt“, erzählt Vorsitzende Laura Mainer Til begeistert. Schatzmeister Jean-Claude Le Floc’h nahm die Initiative dazu, diese Treffen um Linux-Installationen als „Reparaturen“ zu ergänzen. „Während meiner Laufbahn habe ich mit Unix gearbeitet, dem Vorgänger von Linux“, erläutert er.

„Anschließend installierte ich Linux auch zu Hause auf meinen verschiedenen Computern. Diese Open-Source-Software hat mich in die Lage versetzt, mich aus dem Griff von Microsoft zu lösen.“ Im Repair Café Linux-Installationen anzubieten, war für ihn ein folgerichtiger Schritt. „Zum ersten Linux-Treffen kamen etwa fünf Leute und seitdem nimmt die Nachfrage zu. Es ist sehr erfüllend, Linux Mint erfolgreich installieren zu können“, blickt Jean-Claude zufrieden zurück.


Linux-Treffen im Repair Café Albi

Lieber keinen neuen Computer

Auch das Repair Café de Marly in Nordfrankreich hat angefangen, Linux-Installationen anzubieten. „Für mich ist Linux die Lösung schlechthin gegen die zwangsweise Veralterung von Laptops, die uns durch Microsoft und Apple auferlegt wird“, so Initiator Flavien Collet. „Wir führen schon seit Ende 2024 in unserem Repair Café einige Linux-Installationen durch, hauptsächlich auf Macs. Die Begeisterung war groß. Wenn man einem Nutzer die Wahl lässt, einen Computer von mindestens 400 Euro zu kaufen oder diesen noch fünf weitere Jahre lang legal und kostenlos zu nutzen, dann ist die Entscheidung schnell gefällt! Anlässlich der E-Mail von Repair Café International zu diesem Thema beschloss ich darum, offiziell auf diese „Reparatur“ aufmerksam zu machen.“

Tipp: die Angst nehmen

Zu guter Letzt gibt er gern zwei Tipps für beginnende Linux-Repair-Cafés:

  • „Stelle sicher, dass der Nutzer alle wichtigen Dateien auf einer externen Festplatte oder in der Cloud gespeichert hat, bevor du Linux installierst. Du kannst natürlich beim Erstellen dieses Back-ups helfen. So gehen keine Daten verloren.”
  • „Es ist eine Sache, Linux auf dem Computer eines Nutzers zu installieren. Jemandem anschließend die Nutzung dieses neuen Betriebssystems näherzubringen, ist etwas anderes! Darum empfehle ich, Besucher auf Linux-Workshops hinzuweisen. Das wird auch die Angst vor dem Wechsel von Apple oder Windows zu Linux nehmen. Die meisten unserer Besucher sind Senioren, die brauchen eine gewisse Beruhigung. Vor allem was den Zugang zu ihrer Mailbox angeht!“, schließt er mit einem Augenzwinkern ab.

Tipp von Repair Café International: In unserem Startpaket bieten wir noch viel mehr Hilfestellung zum Start mit Linux-Installationen an. Darunter befindet sich auch eine Anleitung, die neuen Linux-Nutzern als Starthilfe dient.

Mehr Informationen

    • Auch ein Linux-Repair-Café starten? Wir haben ein Startpaket entwickelt, das dir dabei hilft (erhältlich auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Niederländisch). Bestehende Repair Cafés unseres Netzwerks können es einfach über ihren eigenen Account bei uns herunterladen. Du findest es, wenn du auf die Schaltfläche „Downloads“ klickst. Gib uns Bescheid, denn dann können wir dafür sorgen, dass es auf unserer Weltkarte sichtbar wird.
    • Organisierst du noch kein Repair Café in unserem Netzwerk, dann kannst du dich registrieren und so auch das Material des Startpakets für ein Linux-Repair-Café herunterladen.
    • Alle Linux-Repair-Cafés bekommen eine Markierung auf der Weltkarte von Repair Café International. So können Interessierte sehen, bei welchem Repair Café sie Hilfe beim Wechsel zu Linux erhalten können. Wenn du den Suchbegriff „linux“ in das Suchfeld eingibst, siehst du, welche Repair Cafés dir vorausgingen.

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